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Kia will die Millionengrenze erreichen
Kia Sportage

Im Revier bewährt, auf den Boulevards gern gesehen
Hannover/DR.- Der neue Kia Sportage hat mit seinem Vorgänger nur noch den Namen gemeinsam. Dieser hat ohne Spektakel und ohne Show die Halbmillionengrenze erreicht, der neue Sportagensoll jetzt die Millionen erreichen. Kia will (und wird wohl auch), zusammen mit seiner südkoreanischen Schwester Hyundai bis Ende 2008 der fünfgrößte Anbieter von Kraftfahrzeugen weltweit sein. Dies erfuhr der „Niedersächsische Jäger" von Kia-Pressesprecher Christian Gallus in Eschborn. Der neue und sehr moderne Sportage ist kein reines Nutzfahrzeug mehr. Größer, vollständiger, schöner oder eleganter, bequemer und auch etwas handlicher ist er geworden. Und auch ein reiner Straßencruiser. Ob mit einfachem Zweiliter-Benziner, mit seinem rund laufenden und starken Zweiliter-Euro4-Diesel oder den ruhigen Sechszylinder-Benziner mit Automatikgetriebe. Dennoch ist der Sportage ein gutes Jagdfahrzeug geblieben, auch wenn er, wie andere Kameraden aus dem Sport Utility- Bereich auch, keine Untersetzung hat. Er kommt fast überall durch, ist also für leichtes und mittelschweres Gelände gut geeignet, wenn für den jagdlichen Einsatz die richtigen Reifen aufgezogen sind. Moderne, feinlamellige Winterreifen bringen dabei wenig, es sollten professionelle Offroad- oder zumindest M+S-Reifen sein.

Kameraschwenk: aufgrund des guten und seriösen Namens von Kia und seiner Geländewagen, aber auch wegen einer internationalen Nachfrage, haben sich einige Spezialisten um diese Nachfrage gekümmert. Zum Beispiel im Internet. Hermann Brammer (aus der Südheide) und Martin Quirmbach (Rechtsanwalt und leidenschaftlicher Jäger aus Canada) haben von Ferdinand Schumacher (
schumacher@eurologic.de
) erfahren, der ihnen schnell und „extrem günstig" (Quirmbach) die neuesten Kia- Geländewagen besorgte: Quirmbach den neuen Sorento, anstatt für 33000 € für 25000 und Brammer den neuen Sportage anstatt für 22000 für 15500€. Fabrikneu, ohne Tageszulassung, aus einem Großeinkauf. Unterwegs mit dem neuen Sportage mit Zweiliter-Benziner, 1o4 kW oder 141 PS. Sein Schwarzmetallic steht ihm gut, gar vornehm. Macht was her. Die Außenansicht ist stattlicher. Die Dachreling gehört zu diesem Auto wie die Anhängerkupplung (1600 kg Anhängelast). Den Motor hört man kaum. Auch bei höheren Geschwindigkeiten (bis 180 km/h) nicht, die üblichen Fahrgeräusche sind auf ein Minimum reduziert. Gedanken an andere Semi-Profi-Einsteiger kommen auf. Keiner ist besser. Der Benzinverbrauch (normal) pendelt zwischen 10,2 und 10,8 (Stadt und schweren Revier), um dann auf der Landstrasse auf unter 7,0 Liter zu sinken. Auf der langen Autobahnvolldampffahrt sind es dann wieder 9,6 und 9,8 Liter. Vertretbar. Die ursprüngliche Enge ist gewichen, die Sitze sind gut geformt und angenehm, vier Mann passen bequem an Bord, hinten im noch verbleibenden Kofferraum gibt es noch genügend Platz (573 Liter) für die Jagdutensilien. Mit nur zwei Mann an Bord steht ein Laderaumvolumen von 1411 Litern zur Verfügung, Platz für die kleine Strecke. Insgesamt kann dem neuen Sportage mit seiner Länge von 4,35 m guter Limousinenkomfort bescheinigt werden, hervorzuheben die übersichtliche und solide Innenarchitektur mit größerem Innenraum und Beinfreiheit als bei vergleichbaren Mitbewerbern. Eine Art Van-Variabilität ergibt sich durch die asymmetrisch geteilte und versenkbare Rückbank (dabei und durch Umlegen des Beifahrersitzes ergibt sich ein Stauraum von 1,64 m Länge).

Angenehm für Jäger auch die niedrige Ladekante und der robuste Heckstoßdämpfer mit integrierter Trittstufe. Angenehm auch die serienmäßige Klimaanlage und elektrische Fensterheber vorn und hinten. Der elektrisch betriebene Allradantrieb hat eine variable Drehmomentverteilung; bei eingeschaltetem Allrad und Rangieren auch festem Untergrund gibt es nach wie vor die typische Verspannung im Antriebsstrang. Daran kann man sich gewöhnen, und wer keinen Allradantrieb braucht, kann den Einstiegssportage auch nur mit Frontantrieb bestellen. Sehr gut die Sicherheitsausstattung mit Front-, Seiten und durchgehenden Vorhangairbags, mit ABS und Scheibenbremsen rundum, mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm bei allen Allradversionen und der Traktionskontrolle (bei allen Allradversionen). Bei Fronttriebler ist es optional. Summa summarum: Ein bewährter, optisch und technisch stark aufgewerteter Jagdwagen mit sehr guter Straßencharakteristik. Groß und gut eingerichtet, schnell und dennoch wirtschaftlich, gut im Gelände, mittelmäßig auf der Schnellstrasse, es sei denn. man fährt den Diesel oder den V6. DR